Archiv der Kategorie: Kinder der Zukunft

Zukunftsfähige Schulkonzepte entwickeln

Boy spending time with notebook

Hans Lenzi interviewt Andreas M. Walker

Dass im Zuge von Globalisierung und Digitalisierung auch die Schullandschaft Veränderungen braucht, ist Gemeinplatz. In welche Richtung aber soll Schule neu gedacht und angepasst werden? Es ist hohe Zeit, die Diskussion darüber zu führen.

Andreas M. Walker, Zukunftsentdecker und Weiterdenker, wird im 2016 Rahmen des ZLV-Jubiläums darüber referieren. Vorgängig stellt er provozierende Thesen zur Debatte und fordert uns heraus, klassische Tugenden und Konventionen des Bildungsbürgertums neu zu denken. „Können wir mit dem Wissen von gestern die Probleme von morgen meistern?“ fragt er. „Wir haben keine fertigen Lösungen und Konzepte für Schule und Gesellschaft der Zukunft, aber es ist an der Zeit, nicht nur nach-, sondern quer-, vorwärts- und weiterzudenken.“ Walker fordert bewusst heraus, nicht nur über die Umsetzung des „Lehrplan 2021“ zu debattieren, sondern weiterzudenken: über „Schule und Gesellschaft 2041“. Dabei scheut er auch nicht, quer zu gedanklichen Tabus nachzusinnen. „Wenn wir uns gedanklich dauernd an Vergangenheit und Gegenwart orientieren, werden nicht wir die Zukunft, sondern eine ungewollte, überraschende Zukunft wird unsere Kinder prägen.“ Damit erhält das Gegenüber viele Anregungen, denen es nach freiem Gusto nachsteigen kann.

Lesen Sie mehr … hier geht’s zum pdf zum Lesen oder Ausdrucken … ZLV-Magazin – Andreas M. Walker

Digital Immigrant meets Digital Natives

Mein Referat an der ZKM 2014 ist vollständig online: ab 1:16:40

https://www.youtube.com/watch?v=cyS_f3a9PwU&feature=share

Achtung – Der Bildschirm mit den Powerpoint-Folien ist immer eine Folie voraus 🙂

Tag 0 verpasst – und nichts ist passiert?

Halt, war nicht gestern dieser Tag, dieser Tag, auf den die weiterdenkerin und der weiterdenker ihren Countdown (mit einigen Aussetzern) runter gezählt haben.

Hat am Schluss etwa auch noch der grosse Start, der grosse Neuanfang, ausgesetzt. Was war denn jetzt nur los am 5. Oktober 2014?

 

 

Also, lassen wir die Katze aus dem Sack – bei uns beiden ist nichts passiert, weder geplant noch ungeplant, weder beruflich noch privat, weder eine neue Firma noch ein fünftes Kind.

Enttäuscht? Falsche Erwartungen gehegt? Falsche Erwartungen aufgebauscht?

 

 

Aber irgendetwas muss doch gewesen sein?

Oh ja, am 5. Oktober 2014 ist sehr wohl etwas passiert, das relevant ist, das möglicherweise sogar sehr relevant werden wird. Aber was bloss? Tageszeitung aufschlagen, im gestrigen Internet surfen (ach, das geht ja so schlecht) … was war es denn bloss?

Ganz ehrlich, ich musste gestern auch lange suchen, bis ich aktuelle deutschsprachige Medienberichte darüber gefunden habe. Etwas, was direkt 1,1 Milliarden Menschen bewegt, und 1 weitere Milliarden Menschen wohl indirekt. Und die Medien schreiben nicht darüber? So viel zum Thema Meinungsbildung durch die Medien.

Am 5. Oktober 2014 hat in Rom eine ausserordentliche Generalversammlung der Bischofssynode begonnen.

Und das soll wichtig sein? Nun ja, 1,1 Milliarden Katholiken sind direkt betroffen, denn noch immer ist der Vatikan einer der grössten und einflussreichsten Think Tanks der Welt.

Auch wenn wir Mitteleuropäer das aus unserer Nabelschau heraus nicht wahrnehmen wollen. Auch wenn die katholische Kirche gerade in der Schweiz (in den letzten 100 Jahren von 43% auf 38% der Wohnbevölkerung gefallen), gerade in Basel (in den letzten 30 Jahren von 29% auf 15% der kantonalen Wohnbevölkerung gefallen), an Bedeutung verlieren.

Wie heissen doch gleich wieder diese Megatrends? „Globalisierung“? Und „Cyber Space“? Aha, unsere regionale Nabelschau und unsere regionale kirchenpolitische Agenda sind vielleicht gar nicht so wichtig, weil es da draussen noch eine andere Welt gibt?

Und was ist wieder das Thema dieser Bischofskonferenz? Die Familie.

Aha, jetzt kommen wir der Sache näher, weshalb das uns sehr wohl etwas angeht.

Denn immerhin werden der weiterdenker und die weiterdenkerin nächstes Jahr ein Vierteljahrhundert verheiratet sein und haben dabei Höhen und Tiefen erlebt und überlebt.

Und wir sind in dieser Zeit vierfache Eltern geworden und wollen diese Kinder bewusst erziehen und auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben schrittweise begleiten.

Und die Wahl zukünftiger Partnerinnen und Partner und die Wahl der Beziehungsform und des Zivilstandes werden dabei sehr konkret werden.

Übrigens hat sich die katholische Kirche hat relativ breit auf diese Synode vorbereitet und eine breite Umfrage durchgeführt.

Und die deutschsprachigen Medien haben gestern sehr wohl darüber berichtet, auch wenn ich gezielt suchen musste, beispielsweise:

Und in der Schweiz? Nun ja, hier wurde ich im schweizerischen Medienwald jenseits der katholischen Pfarrblätter nur einmal fündig:

Aus medialer Sicht scheint also „Familie“ primär etwas mit „Sex“ zu tun zu haben?

Andere Kirchen haben sich vor kurzem ebenfalls platziert – die eine wollte zeigen, wie modern sie ist und was sie unter Kirche im 21. Jahrhundert versteht – die Evangelische Kirche in Deutschland – und hat damit innerkirchlich sehr viel Opposition ausgelöst.

Wie auch unser Hoffnungsbarometer zeigt, sind Themen um Ehe und Familie hochaktuell.

Und die Fragen um die Rechtsform und den Zivilstand gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sind politisch hochaktuell. Und im direkten Zusammenhang damit das Verständnis, was eigentlich Eltern sind und wer unter welchen Umständen Eltern werden darf und wer nicht.

Und mit diesem Themenbereich wollen sich der weiterdenker und die weiterdenkerin zukünftig auf ihrem gemeinsamen Blog auseinandersetzen. Denn diese Themen will ich nicht einfach den staatlichen Experten und den Kirchen überlassen – diese Themen gehen uns alle etwas an.

Wie werden denn nun Beziehungsformen der Zukunft aussehen? Eheliche und andere? Und wie wird die Familie der Zukunft aussehen? Und was bedeutet das für den Mann der Zukunft und für die Frau und die Kinder?

Ist es denn für einen Zukunftsforscher nicht rufschädigend, wenn er sich aktiv und öffentlich mit so konservativen Themen wie der katholischen Kirche und dem christlichen Ehe- und Eltern- und Familienverständnis auseinandersetzt? Diese Frage wurde mir allen Ernstes mehrfach gestellt.

Doch, wir sind zutiefst von der Wichtigkeit dieser Themen überzeugt, denn die meisten von uns sind ganz konkret und hoch emotionell davon betroffen. Auch wenn diese Themen in dieser Form in meiner Berufsbranche kaum diskutiert werden. Denn die Zukunftsforschung beschäftigt sich meistens mit „wichtigen“ Themen aus der Wirtschaft, oder aus den Bereichen Energie, Umwelt, Klima. Oder aus dem Cyber Space.

Aber wie werden nun die Zukunft von Ehe und Familie aussehen? Das überlassen wir nicht nur der Ausserordentlichen Bischofssynode in Rom.

Damit beschäftigen auch wir uns zukünftig auf unserem gemeinsamen Blog, der hiermit einen Neustart erfährt.

So wie auch eine Ehe wieder und wieder Neustarts erfahren muss.

Denn schliesslich soll unserer Lebensabschnitt der gemeinsamen Ehe lange dauern, so Gott will sehr lange. In einer Welt, die sich ändert und die unsere Bedürfnisse und unsere Wahrnehmung und unsere Werte beeinflusst. Und die auch Formen und Inhalte von Ehe und Familie beeinflusst.

Noch 2 Tage – aller guter Dinge sind zwei

Zahlen, Zahlen, Zahlen.

Möglichst viel, möglichst gross, möglichst unzählbar. Wertepluralismus. Biodiversifikation. Bad in der Menge. Möglichst viele Besuche auf meiner Internet Site. Möglichst viele Facebook Friends. Die Soziologen predigen die Theorie der Weak Tails. So steigt in einem quantitativ orientierten Weltbild die Chance, dass mindestens einer mein Kunde wird. Dass mindestens einer mir helfen kommt.

Halt, Stopp! Doch alles anders. Alleinstellungsmerkmal. USP. Individualismus. Selbstbestimmung. Nur ich bin ich und ich erfinde mich täglich neu. Innovativ. Kreativ. Einzigartig. Jeder ist sich selbst der nächste. Und mich versteht ja sowieso keiner richtig ausser ich selbst.

Wie häufig sind wir hin und her gerissen, unseren Platz zu finden. Mitten in der unzählbaren Masse und doch schrecklich alleine.

Mann UND Frau. Trotz Gefasel von Polyamorie, Haremsträumen und der Skurrilität eines asiatischen Hirtenstammes, in dem es zwei Männer braucht, um eine Frau zu ernähren. Und über 50 verschiedenen Facebook Genders. Ein Mann und eine Frau, die sich als Gegenüber begegnen. Quer durch Jahrtausende hindurch immer wieder. Quer durch Kulturen und durch Religionen hindurch. Ein Mann und eine Frau ergeben eine Zweisamkeit, die gemeinsam die Grundlage für die Elternschaft einer Familie legen.

Zwei Geschlechter: und die politische Gender-Diskussion tobt. Konservativ. Fundamentalistisch. Altmodisch. Wir leben doch im 21. Jahrhundert.

Aha, und was hat das damit zu tun? Auch im 21. Jahrhundert bestätigen die grossen Jugendumfragen immer wieder, was uns die Lyrik seit Jahrhunderten sagt: Mädchen sind auf der Suche nach ihrer einen grossen Liebe, nach ihrem Traumprinzen. Eine junge Frau und ein junger Mann. Empirisch erhoben und wieder und wieder empirisch bestätigt, gerade auch im 21. Jahrhundert.

Aber das gilt nicht für alle? Da gibt es Ausnahmen, da gibt es Menschen, die anders sind. Nun ja, möglich, wir sind ja auch individuelle Menschen und nicht nach Schablone am Band gefertigte Roboter. Da mag es Varianten, Ausnahmen und Skurrilitäten geben. Auch wenn Industrie und Staat seit zwei Jahrhunderten immer wieder versuchen, uns zu normieren.

Eine Zweisamkeit aus einem Mann und einer Frau, die zusammen findet, um Leben zu ermöglicht. Ausnahmen mag es geben, aber wie lautete doch das alte Sprichwort: Ausnahmen bestätigen die Regel. Aller guten Dinge sind zwei: ein Mann und eine Frau.

Noch 3 Tage – Papa, wann sind wir endlich da?

Welcher Familienvater am Steuer auf der Reise in den Urlaub kennt nicht das ungeduldige Drängeln seiner Kinder: Papa, sind wir endlich da? Papa, ist es noch weit? Papa, ist hier schon Urlaub?

Und wir erkennen, wie subjektiv das Verständnis von Zeit ist. Wie unmenschlich die Erfindung von Uhr und Kalender jenseits von Tageszeit und Jahreszeit war. Uhren sind Maschinen. Menschen unterwerfen ihr Leben den Uhren. Ergo sind auch Menschen Maschinen. Werden von Artificial Intelligence beseelte Roboter eigentlich zukünftig ihr Leben auch nach ihrer Uhr richten? Und wann wird die Uhr der Roboter abgelaufen sein?

Und wehmütig denken wir Väter zurück an unsere Schulsommerferien als Buben, als drei Wochen im Sommer ewig dauerten. Insbesondere, wenn wir alleine waren. Insbesondere, wenn alle Schulfreunde anderswo im Urlaub waren und wir niemanden zum Spielen gefunden haben. Insbesondere, wenn wir nach dem Mittagessen noch drei Stunden lang warten mussten, bis um 17 Uhr endlich das Kinderprogramm im TV begann. Und wir dann wieder eine Woche warten mussten, bis die Fortsetzung der Serie ausgestrahlt wurde.

„Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme“ erkannte schon Charles Chaplin.

Und heute? Wie häufig ärgern wir uns, wenn wir drei Stunden lang nichts geleistet haben, nichts Sinnvolles unternommen, nichts Produktives vollbracht haben. Sogar im Urlaub – wie können wir uns über drei verschwendete Stunden ärgern. Oder über unsere Frauen, wenn wir ihretwegen erst 30 Minuten zu spät losfahren können. Oder wegen unserer Kinder, wenn sie 30 Minuten zu spät vom Fussballspielen zum Essen auftauchen. Oder wegen des Trams, das schon wieder drei Minuten Verspätung hat. Ausser – wir haben wieder drei Stunden an unserem Computer im Cyber Space verbracht. Das ist natürlich etwas ganz anderes.

Pünktlichkeit scheint eine der wichtigsten menschlichen Tugenden in der zivilisierten Welt zu sein. Wehe, wenn unsere Kinder unentschuldigte Verspätungen in ihrem Schulzeugnis ausweisen, weil sie 3 Minuten zu spät im Klassenzimmer auftauchten – welcher Lehrbetrieb wird nicht sofort unverzeihend die Stirne runzeln, wenn er das Zeugnis unserer Kinder prüfend in der Hand halten wird …

Schon Seneca warnte: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Und der grosse Denker und Präger der europäischen Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing lehrte: „Bester Beweis einer guten Erziehung ist die Pünktlichkeit.“ Wer hatte eigentlich damals im 18. Jahrhundert schon eine eigene und exakte Uhr?

Schliesslich ist Zeit ja Geld. Und gesparte Zeit ist gespartes Geld. Die wir auf unserem Zeitsparkonto ansparen können. Und dann mit Zinsen und Zinseszinsen wieder beziehen können, wenn wir sie brauchten. Für unsere Frauen. Oder für unsere Kinder. Oder für unsere Freunde. Oder wie ging schon wieder Michael Endes Geschichte über Momo, die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte?

Wissen Sie, was sterbende Männer auf dem Sterbebett am meisten bereuen? «Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet». … Und dafür mehr Zeit für meine Frau gehabt … Und dafür mehr Zeit für meine Kinder gehabt … Und dafür mehr Zeit für meine Freunde gehabt … Was wohl zukünftig sterbende berufstätige Frauen und Mütter sagen werden, wenn sie zukünftig endlich die gleichen Chancen auf Karriere in Politik und Beruf erhalten werden, die sie angeblich so dringlich fordern?

Und plötzlich sind die drei Tage eines langen Wochenendes vorbei. Aber erholt haben wir uns nicht. Vor lauter Sorge um unsere Zeit.

 

Alles hat seine Zeit. Jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.

Das Geborenwerden hat seine Zeit,
und das Sterben hat seine Zeit.
Das Pflanzen hat seine Zeit,
und das Ausroden der Pflanzung hat seine Zeit.
Das Töten hat seine Zeit, und das Heilen hat seine Zeit.
Das Niederreißen hat seine Zeit,
und das Aufbauen hat seine Zeit.
Das Weinen hat seine Zeit, und das Lachen hat seine Zeit.
Das Trauern hat seine Zeit, und das Tanzen hat seine Zeit.
Das Steine werfen hat seine Zeit, und das Steine sammeln hat seine Zeit.
Das Umarmen hat seine Zeit, und das Sich-meiden hat seine Zeit.
Das Suchen hat seine Zeit, und das Verlieren hat seine Zeit.
Das Aufbewahren hat seine Zeit, und das Wegwerfen hat seine Zeit.
Das Zerreißen hat seine Zeit, und das Zusammennähen hat seine Zeit.
Das Schweigen hat seine Zeit, und das Reden hat seine Zeit.
Das Lieben hat seine Zeit, und das Hassen hat seine Zeit.
Der Krieg hat seine Zeit, und der Friede hat seine Zeit.

Noch 10 Tage – der Countdown

25. September – Habe ich etwas verpasst?

Noch zehn Tage? Ein Countdown? Ein neuer Mondflug? Ein neuer Maja-Kalender mit einem neuen Weltuntergang?

Eine neue Firma? Ein neuer Brand? Ein neues Projekt? Ein neuer Werbegag?

Etwa …

oder …

oder doch lieber …

aber nicht etwa gar …

oder wird da jemand schon wieder Vater und Mutter …

… ?

Mehr davon morgen auf diesem Kanal 🙂

G wie Gender Mainstreaming

«Wann ist ein Mann ein Mann?», sang einst Herbert Grönemeyer. Wenn wir gewissen Strömungen glauben wollen, ist diese Frage politisch nicht mehr korrekt. Und für die Zukunft auch gar nicht mehr relevant. Obwohl jeder Vater weiss, wie wichtig diese Frage für seine Söhne ist. Gender Mainstreaming ist ein politisches Konzept mit mehreren, teilweise widersprüchlichen Stossrichtungen. Es versucht, das Menschen- und Gesellschaftsbild entscheidend zu verändern. Aufgrund von medizinischen, ethischen und kulturellen Entwicklungen sind Frauen heute nicht mehr auf eine biologisch determinierte Mutter- und Ehefraurolle festgelegt (biologisch vorgegebenes «Sex»-Geschlecht), sondern haben vielfältige Möglichkeiten, ihre gesellschaftliche und partnerschaftliche Rolle selbst zu wählen und zu entwickeln (kulturell verhandelbares «Gender»-Geschlecht). Der «Female Shift» wird in unserem Jahrhundert weitere grosse Veränderungen vorantreiben. Die umstrittene Frage besteht darin, ob und welche Rolle biologische Vorgaben des eigenen Körpers überhaupt spielen sollen – in einer Zeit von Freiheit, Wertepluralismus und beinahe grenzenloser medizinischer Machbarkeiten. Und auch falls archaische körperliche Relikte nie überwunden werden können: Darf das zukünftig in gesellschaftlichen Fragestellungen noch einen Unterschied machen? Gibt es «die» Frau und «den» Mann oder soll es eigentlich nur noch «das» Mensch geben? Das ist wissenschaftlich und kulturell nach wie vor umstritten, denn neben den Fragen nach Körperbau und äusseren Geschlechtsmerkmalen stehen komplexe Debatten bezüglich Hormonhaushalt, Neurowissenschaften, Fortpflanzung und Religion.

F wie Female Shift

H wie Human Enhancement (folgt demnächst)

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Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin