Blicken wir mal auf die nächsten zehn Jahre. Das klingt erstmal nach einem riesigen Zeitraum. Aber wie viel Veränderung ist in diesem im Weltmaßstab möglich?

Mit Blick aufs menschliche Leben dürfen wir heute von einer Lebenserwartung von rund achtzig Jahren ausgehen. Zehn Jahre sind rund ein Achtel eines Menschenlebens. Mitarbeitende mit Berufsbildung erwartet eine Erwerbszeit von fünfzig Jahren, also ein Fünftel der Erwerbsperiode. Wer heute ein Hochschulstudium anvisiert, muss von 18 Jahren Schul- und Studienzeit ausgehen, zehn Jahre sind also etwa mehr als die Hälfte. Bei der Pensionierung mit 65 Jahren dürfen wir noch von rund zwanzig Jahren Lebenserwartung ausgehen. In Prozenten eines Menschenlebens gerechnet sind zehn Jahre somit plötzlich eine Zeitspanne, die tatsächlich in die Verantwortlichkeit und Planung des menschlichen Vorstellungshorizontes einbezogen werden sollte. In Hinblick auf das Ideal der Nachhaltigkeit, bei dem wir die Lebensgrundlagen von nachfolgenden Generationen sicherstellen möchten, wäre es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass wir mindestens zehn Jahre weit denken.

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