E wie Evaluation

Wir leben in einer freiheitlichen Multioptionsgesellschaft. Freiheitsgrade schaffen und Freiheitsgrade bewahren sind gesellschaftlich hoch angesehene Tugenden. Doch Leben bedeutet Entscheiden. Investieren bedeutet Entscheiden. Führen bedeutet Entscheiden. Und Entscheidungen müssen bewertet werden: vorher, ob sie wirklich Potenzial haben, das definierte Ziel zu erreichen, und nachher, ob das Ziel tatsächlich erreicht wurde. Entscheiden bedeutet also auch, Verantwortung zu übernehmen. Falls bekannt ist, wem Rechenschaft geschuldet wird. Zum Beispiel den Kunden gegenüber. Den Geschäftspartnern gegenüber. Der Gesellschaft gegenüber. Oder vielleicht auch gegenüber unseren Kindern als zukünftiger Generation. Vielleicht sollten wir deshalb nicht nur über «Umweltverträglichkeitsprüfungen», sondern auch über eine «Enkelverträglichkeitsprüfung» diskutieren. Dienen unsere Entscheidungen nur dem Zweck, unsere Gegenwart zu maximieren? Oder ermöglichen unsere Entscheide auch noch eine freiheitliche Zukunft für unsere Enkel?

D wie Doom Saying

F wie Female Shift

geht’s zum Überblick

Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin

 

D wie Doom Saying

«Please do not feed the fears» (Ängste bitte nicht füttern) – die Angst vor dem Chaos, vor dem Tod und dem vollständigen Verlust ist eine der archaischen Ängste des Menschen. Erdbeben, Pest und Kriege prägen das kollektive Gedächtnis in Europa in vielen lokalen Varianten. Die Generation unserer Grosseltern und Urgrosseltern hat erlebt, wie schnell das ganze Ersparte in Europa des 20. Jahrhunderts innert weniger als 50 Jahren wiederholt verloren gehen konnte. Der Nervenkitzel der Katastrophe reizt einen jeden von uns, denn er spricht unsere existenzielle Ebene an. Und er weckt unseren Urinstinkt, dass wir überleben wollen. Um jeden Preis. Deshalb lässt sich mit negativen Zukunftsbildern auf leichte Weise sehr viel Geld verdienen. Heute werden solche Flüche zwar nicht mehr durch Zaubersprüche begleitet, aber Zahlenmagie zeigt auch ihre Wirkung. Und in einer vernunftgeprägten Kultur der Schweiz, in der Prophylaxe und Absicherung so wichtig sind, will keiner derjenige sein, der die exakt berechneten Warnungen der Experten in den Wind geschlagen hat. Also glauben wir gerne und schnell, dass es in Zukunft eigentlich nur schlechter werden kann. Offensichtlich sind wir nicht bereit, vom Philosophen Karl Jaspers zu lernen: «Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.»

C wie Chaos

E wie Evaluation (folgt demnächst)

Hier geht’s zum Überblick

Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin

C wie Chaos

Zukunft ist Leben und somit dynamisch. In einer individualistischen und wertepluralistischen Schweiz hat jeder das Recht darauf, seinen eigenen Zukunftswünschen nachzugehen. In einer toleranten und liberalen Kultur sind rigide Grenzen und Gesetze verpönt. Wie schaffen wir nun den Weg in eine gemeinsame Zukunft – denn aktuell steht uns nur diese eine Erde dafür zur Verfügung –, sodass wir weder in einem anarchistischen Chaos noch in einer neuen Form von überregulierter Diktatur landen? Zukunft planen bedeutet immer auch Ordnung schaffen – in einem Umfeld konkurrierender Wünsche. Und Strukturen ermöglichen, mit denen eine zukünftige Gesellschaft den Wert der Freiheit leben kann, ohne in Willkür abzugleiten. Alte religiöse Schriften aus dem Orient berichten, dass vor Beginn der Erde ein grosses Tohuwabohu bestand. Chaos kann nie das Ziel der Entwicklung einer bildungsbürgerlichen Gesellschaft sein. Mithilfe der Kybernetik versuchen wir deshalb, unsere Welt zu modellieren und gezielt zu steuern.

B wie Building

D wie Doom Saying

Hier geht’s zum Überblick

Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin

B wie Building

Zukunft ist nicht einfach virtuelle Fantasie – denn über 80 Prozent der Wohn- und Siedlungslandschaft der Schweiz des Jahres 2030 sind heute bereits gebaut. Kaum etwas anderes in der Schweiz ist so stabil und langfristig wie unsere Bauweise. Ergo legt unsere Baukultur die konkretesten und sichtbarsten Grenzen für unser künftiges Wohnen und Arbeiten. Denn Rückbauten sind in der Schweiz sehr selten. Wenn überhaupt, erfolgen sie erst nach Jahrzehnten. Mit welchem Platzbedarf und welchen Materialien bauen wir? Wie regeln wir Verkehrserschliessung, Energieversorgung und Abfallentsorgung? Wo stehen Schulen, Krankenhäuser und Gefängnisse – und wie sieht das Leben in diesen aus? Bauen ist eine grosse Chance, um die Bedürfnisse des heutigen Lebens zu befriedigen – und eine verantwortungsvolle Investition, die das Leben der Zukunft massgeblich prägt.

A wie Artificial Intelligence

C wie Chaos

Hier geht’s zum Überblick

Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin

A wie Artificial Intelligence

Der Mensch hat Maschinen so programmiert, dass sie schnell, billig und zuverlässig Daten sammeln, speichern und analysieren und darauf aufbauend Massnahmen auslösen können. Das hat unser menschliches Leben einfacher, sicherer und wohlhabender gemacht. Dies führt uns zu drei spannenden Bereichen der Zukunftsethik: 1.) Ist das menschliche Gehirn bloss eine biologische Maschine und wird der technische Computer zukünftig dem biologischen Computer überlegen sein? 2.) Wollen wir als Menschen in Zeiten des Human Enhancement unser Gehirn und Nervensystem mit Artificial Intelligence upgraden? 3.) Welche Maschinen sollen über welche Lebensbereiche von welchen Menschen entscheiden dürfen?

B wie Building

Hier geht’s zum Überblick

Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin

Das ABC der Zukunft

Dr. Andreas M. Walker, Zukunftsforscher und Co-Präsident von swissfuture, erklärt teilweise todernste Zukunftsprognosen von A (wie Artificial Intelligence) bis Z (wie Zuversicht) mit einer Prise Humor – und dem nötigen Tiefsinn.

Überblick:

Hier geht’s zum Originalartikel im UBS Magazin